8. Netzwerktreffen, 19.09.2018

Mitschrift 8. Netzwerktreffen 19.09.2018
Antworten aus dem Fragebogen zur Auswertung des Netzwerkprojektes

Mitschrift 8. Netzwerktreffen am 19.09.2018 im Sprengelhaus 

1. Vorstellung der Anwesenden

2. Antworten aus dem Fragebogen zur Auswertung des Netzwerkprojektes
    siehe Anhang

3. Diskussion über mögliche Zukunft der Netzwerkgruppe

Besprochen wurden Inhalte, Formate und mögliche Schwerpunkte, beispielsweise

  • Schwerpunkt Flucht und/oder Integration?
  • Macht es Sinn, ein Engagement-Netzwerk zu bilden?
  • Welches Format? Welche Bausteine?
  • Berufliche Perspektive und Wohnen (kein Fokus auf Geflüchtete) – Inklusives Miteinander. Empowerment ist eher der Fokus bei uns, als Ehrenamt
  • Inklusion durch Partizipation
  • Zusammenarbeit mit BENN Mitte? 
  • Wichtig ist die übergeordnete Zusammenführung verschiedener Organisationen, egal welche Schwerpunkte sie haben.
  • Misch mit! ist eine Plattform, um sich zu verbinden und neue Kooperationen zu schmieden. Darüber hinaus wurden spezifische Angebote geschaffen.
    Aktuell wichtig: Nur bei fluchtspezifischen Bedarfen von „Geflüchteten“ reden. Ehrenamtliches Engagement braucht kein Stigmata. Mitte ist bunt, die meisten Menschen haben Migrationshintergrund. Engagementförderung ist wichtig.
  • Gutes Format, um größere Veranstaltungen zu stemmen (Zusammen gegen Rassismus /TeamWorks), finanziell und organisatorisch, sichtbar werden nach außen, als Gruppe, Angebote öffnen
  • Schwierig, Anschluss zu finden, weil Struktur Misch mit! einzigartig ist
  • Struktur schwierig zu verstehen, da sich in den letzten 20 Jahren so viel getan hat. Auch viele unterschiedliche Fördertöpfe.

Bestehende Strukturen wurden vorgestellt:

Claudia Schwarz: Stadtteilkoordination / Sozialraumkoordination: Gemeinwesenarbeit, ressort- und themenübergreifendes Arbeiten (Essener Modell). Es gibt die Kommune/Bezirk und Themen auf lokaler Ebene (Begegnungsstätten, Projekte, Orte, Organisationen). Man braucht eine zusätzliche Ebene: Gebietskoordination (thematisch nicht gebunden) zwischen Bezirk/Kommune und lokaler Ebene. Gemeinsame Planungs- und Stadtteilkoordination. Diese Struktur wird in jedem Bezirk anders umgesetzt. In Mitte sind die Stadtteilkoordinationen in Teilzeit an den Familienzentren angesiedelt. Sie haben eine Stadtteilkasse. Stadtteilkoordination ist zuständig für 1 Bezirksregion (ca. 60.000 Menschen) – 10 Bezirksregionen gibt es in Mitte, es wird also flächendeckend umgesetzt.

Bettina Pinzl: Demokratie in der Mitte (Wedding Zentrum, Brunnenstr. Nord/Süd + Moabit West und Ost) Träger Fabrik Osloer Straße e.V.

Bundesprogramme „Demokratie leben“, Fokus auf aktuelle politische Themen: außerschulische Bildung für Kinder und Erwachsene, Sensibilisierung für Demokratie, Diskriminierung.
Mitte im Dialog (neues Projekt, Netzwerkfonds), Interreligiöser und interkultureller Dialog in Mitte bündeln, interkulturelle Öffnung der Behörden, Diversity. Rund um den Tag der offenen Moschee (Oktober) wird es eine Veranstaltungswoche geben.

Wunsch: Leitbild für den Bezirk Mitte erstellen.

Feinmittel für Engagement für Kleinstprojekte und Nachbarschaftsaktionen.

Feinpilotprojekt, die über 3 Jahre laufen (seit April wird der Träger Salam e.V. gefördert mit dem Ziel, Nachbarn mit und ohne Fluchterfahrung zusammenzubringen) —> Wedding Zentrum und Brunnen-Nord. Sie haben feste Module: Kultur, Feste, Sport, Kochen, Erfolgsgeschichten. Innerhalb dieser Module können Kooperationen geschlossen werden.

LENA – einige Stadtteilzentren haben infrastrukturelles Förderprogramm (Grundförderung). Heiß umkämpfte Fördermittel für niedrigschwellige Angebote, bezogen auf den Ort (um die Nachbarschaftszentren).

BENN Mitte: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, an QMs angedockt, nimmt Konzept der QMs auf, mit Fokus auf Geflüchtete / Teilhabe der Geflüchteten fördern, Empowerment. In Berlin arbeiten die BENNs um 1 bis 3 Unterkünfte je nach Bezirk. In Mitte: 1 LAF-Unterkunft und 2 Unterkünfte vom Bezirk. Nachbarschaftsforum mit Nachbarn. Arbeit mit Trägern und BA. Ca. 30.000€ stehen zur Verfügung, um Veranstaltungen zu planen und zu unterstützen.

FreiwilligenAgentur Mitte: Engagement außerhalb der Familie. Auftrag, in ganz Mitte aktiv zu sein. Beraten Menschen und Organisationen, die sich engagieren möchten. Keine Eigenprojekte wegen fehlenden Mitteln, aber Kooperationen mit Organisationen, die gut mit Geflüchteten zusammenarbeiten. (z.B. Berliner Stadtmission).

Engagement von Geflüchteten ist ein Teilaspekt ihrer Arbeit. Es gibt Struktur, Thema und Raum, in dem man sich bewegt. „Misch mit!“ arbeitet eher quer zu den Ebenen und zu den Einzelthemen.

Fortführung des Austausches:

Niklas Alt: Kann und soll die bestehende Netzwerkgruppe „Misch mit!“ unter dem Dach vom BA und der FreiwilligenenAgentur zum Thema/mit dem Titel Freiwilligenförderung/Engagementförderung weitergeführt werden? Wie wird der Aspekt der Nachbarschaft und die thematische Arbeit der einzelnen Partner weitergeführt? 

—> Wäre „Engagementförderung“ als Dach ausreichend oder schließt es etwas aus?

– „Engagementförderung“ ist nur auf Aktion fokussiert.

„Engagement und Nachbarschaft“ fokussiert auch auf Ort, also Engagement vor Ort, in der Nachbarschaft.

Misch mit! ist ein Pilotprojekt, deshalb ist es schwierig, für das Netzwerk einen Anschluss zu finden, der alle Themen und Inhalte des Projektes beinhaltet.

– Wir konnten mitmischen, deshalb haben wir uns bei Misch mit! wiedergefunden!

– Wir brauchen weitere Kooperationen, weitere gute Zusammenarbeit.

– Es geht bei uns um kollegialen Austausch, Dialog. Das hatte Gewicht bei Misch mit! und wird uns fehlen.

– Bei Misch mit! fühlte ich mit gut aufgehoben, da dort alles möglich war! Ich habe Leute getroffen und es sind Sachen entstanden, die sonst nie möglich gewesen wären.

Laut Bezirksamt und Projektskizze sollte Misch mit! ein Netzwerk mit Projekten der Freiwilligenarbeit sein.

Frage: Was brauchen wir? 

Wir wollen einen Raum, in dem sich Träger und Organisationen frei treffen und austauschen können. Stärkere Beteiligung an AG Flucht / Austauschtreffen?

Ideen-Labor / Visionen, in der man schaut, welche Themen aktuell sind und zusammenkommt. Treffen alle 2 Monate, also 6x im Jahr wäre möglich, jedes Mal bei einem anderen Träger.

Netzwerk braucht ein Thema: Misch mit! hat die Netzwerkpartner*innen zur Planung und Umsetzung diverser Veranstaltungen zusammengeführt, deshalb hat es funktioniert. Es braucht einen Koordinator, der einlädt und den Überblick behält.

4. Netzwerke und Anbindungsmöglichkeiten für die Partner*innen der Misch-mit!-Netzwerkgruppe:

  • FreiwilligenAgentur Mitte (Lukas Heimes)

Aufrechterhaltung und Erweiterung eines Netzwerkes mit Fokus auf freiwilliges Engagement.

Neue Förderungen vom Land Berlin über den Bezirk erwartet —> Niklas Alt begleitet das Projekt.
Großes Interesse an Austausch zu Engagementthemen in Mitte.

Inwiefern ist das Engagement / Engagementförderung für euch wichtig?

Angebot: Mitarbeit und Kooperation im Bereich bürgerschaftlichen Engagement (wir machen aber keine Veranstaltungen und Nachbarschaftsarbeit)

  • BENN Mitte (Carolyn Kanja)
    Engagement und Nachbarschaft sind bei uns zentrale Themen. Leider sind die Akteure und Träger nicht immer in unserer unmittelbarer Nachbarschaft.
    Wir können die Steuerung der Netzwerkgruppe nicht übernehmen, da wir an 3 Unterkünfte und ihre Nachbarschaft gebunden sind.
    Angebot: mit interessierten Partner*innen des Netzwerks neue Angebote in der unmittelbaren Nachbarschaft der 3 Unterkünfte umsetzen.
  • Mitte im Dialog (Bettina Pinzl)
    Schwerpunkt interkultureller und interreligiöser Dialog, Bildung (startet 2019)
    Angebot: mögliche Vernetzung, falls es eure Schwerpunkte sind.
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