Broschüre / Endbericht Netzwerk Misch mit!

Zum Projektabschluss wurde eine Broschüre erstellt, in der alle innerhalb des Netzwerks umgesetzten Projekte, sowie die Ergebnisse der Befragung zur Auswertung des Projekts und das Fazit zum Projektende dargestellt werden:

BRÜCKENBAU IN NEUEN NACHBARSCHAFTEN IM KONTEXT VON FLUCHT UND 
MIGRATION - 
AUFBAU EINES STADTTEILÜBERGREIFENDEN NETZWERKS IN BERLIN MITTE: 

Broschüre Projektabschluss Netzwerk "Misch mit!"


DAS NETZWERKPROJEKT „MISCH MIT!“

Der Träger „Frecher Spatz e.V.“ setzte das Netzwerkprojekt „Misch mit!“ als ergänzendes Modul für die im Masterplan Integration und Sicherheit (vom Berliner Senat 2016 beschlossen) gesetzten Ziele für ein nachbarschaftliches Miteinander mit Geflüchteten und einer Kommunikation mit der Stadtgesellschaft um. Dieses neue Format war ein Pilotprojekt von „Soziale Stadt“ (ein seit 1999 bestehendes Programm der deutschen Städtebauförderung) wurde als Netzwerkfondsprojekt vom Bezirksamt Mitte von Berlin gefördert und durch das Integrationsbüro begleitet. Das Projekt orientierte sich am Konzept des Senats, welches die Stärkung von Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements im Umfeld von Flüchtlingseinrichtungen und die Sensibilisierung der Nachbarschaften fokussiert.

Von April 2016 bis Dezember 2018 wurden Akteure der Flüchtlings- und Nachbarschaftsarbeit sowie Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements miteinander vernetzt und durch projektbezogene Kooperationen unterstützt.

In diesem Leitfaden beschreiben wir die stadtteilübergreifende Netzwerkarbeit über den Projektzeitraum von mehr als zweieinhalb Jahren auch im Hinblick auf die Übertragbarkeit in andere Bezirke, um den Brückenbau in neuen Nachbarschaften im Kontext von Flucht und Migration zu unterstützen.

Mithilfe eines Netzwerks sollte eine höhere Effizienz in der Umsetzung, im Erfahrungsaustausch und in der Verknüpfung der diversen Angebote der Partner in den verschiedenen Bezirken erreicht werden. Dabei stand auch die Förderung des freiwilligen Engagements und die Teilhabemöglichkeiten im Bereich der Gemeinwesenarbeit im Vordergrund.


INHALT DER BROSCHÜRE:

1. Ausgangssituation

2. Aufbau der stadtteilübergreifenden Netzwerkgruppe

3. Öffentlichkeitsarbeit

4. Begegnungsräume schaffen

5. Wichtige Schritte zur Umsetzung der Projekte

6. Ergebnisse der Befragung zur Auswertung des Projekts

7. Fazit

8. „Misch mit!“ nach Projektende, wie geht es weiter?


FAZIT:

ANGEBOTE VERNETZEN!
Das Netzwerk „Misch mit!“ wurde von April 2016 bis Dezember 2018 aufgebaut und ermöglichte auf vielfältige Weise einen intensiven Austausch zwischen Stadtteil- und Flüchtlingsarbeit. Die Netzwerkpartner führten gemeinsam Veranstaltungen anhand des interkulturellen Kalenders durch. Innerhalb der Projektlaufzeit wurden Themen der Kooperationspartner mehrfach auf den Netzwerktreffen ermittelt, um Bedarfe und Angebote bestmöglich zu vernetzen. Auch die Durchführung regelmäßiger nachbarschaftlicher Aktivitäten der vor Ort tätigen Träger und Einrichtungen wurden unterstützt. Neu zugewanderte Personen und Nachbarn konnten sich somit begegnen und kennenlernen. Hierbei kam einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit eine zentrale Bedeutung zu, die maßgeblich durch „Misch mit!“ organisiert und erstellt wurde.

GEFLÜCHTETE MENSCHEN WILLKOMMEN HEISSEN!
Auch neue Initiativen für und von Geflüchteten wurden beraten, informiert und unterstützt. Flüchtlinge und Asylsuchende konnten Angebote im Sozialraum (Familienzentren, Stadtteilzentren, Patenschaftsprojekte) kennenlernen und nutzen. Wie die Auswertung der Befragung ergab, konnte das freiwillige Engagement von Alteingesessenen und Neuzugewanderten in den beteiligten Organisationen deutlich gesteigert werden. Durch die intensive stadtteilübergreifende Vernetzungs- und Zusammenarbeit konnten die Rahmenbedingungen für die Integration von Geflüchteten verbessert werden. Das interkulturelle Verständnis wurde bei allen Beteiligten gefördert.

NACHBARSCHAFT STÄRKEN!
Durch viele kleine und große Veranstaltungen und Projekte wurden neue Begegnungsräume geschaffen und die Kommunikation zwischen Geflüchteten und Nachbarn verbessert. Vorurteile und Klischees konnten durch zahlreiche Begegnungs- und Kommunikationsmöglichkeiten teilweise abgebaut werden. Im geschützten Rahmen von Projekten und gemeinsamen Miteinander konnten Menschen im Stadtteil, egal welcher Herkunft, ihre Kompetenzen einbringen. Durch die Auseinandersetzung mit unbekannten bzw. wenig bekannten Kulturen und Religionen, konnten viele Anwohner neue interkulturelle Erfahrungen machen. In den stadteilbezogenen Einrichtungen wird interkulturell agiert. Themenbezogene Patenschaften zwischen Anwohnern und geflüchteten Menschen wurden im Rahmen unserer Partnerprojekte etabliert. Die Prognoseräume Wedding, Gesundbrunnen und Moabit haben sich durch das neue Netzwerk stark gemacht und ihre Kooperationen in Bezug auf Integration deutlich erhöht.

Das Projekt „Misch mit!“ konnte einen wichtigen Beitrag gegen die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft leisten. Teilhabe wurde ermöglicht, ehrenamtliches Engagement deutlich gefördert, vielfältige Begegnung und Austausch umgesetzt, sodass Brücken zwischen verschiedenen Menschen, Gruppen und Institutionen im Stadtteil gebaut werden konnten.

Broschüre Projektabschluss Netzwerk "Misch mit!"

 

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